CO’MED-Artikel zum Thema HIV – das Immunsystem im Fokus

S-Acetylglutathion mit besonderem Stellenwert für die ganzheitliche Therapie

In diesem zweiteiligen Artikel wird vor dem Hintergrund der HIV-Diskussion der letzten Jahre die unreflektierte Verneinung der Existenz eines HI-Virus kritisiert. Stattdessen sprächen alle bisherigen Ergebnisse dafür, dass das Virus existiert und dass sein „Hauptmechanismus“ eine chronische Entzündung und Immunaktivierung sei. Wesentliche Folge ist die Verminderung der zentral bedeutsamen Helferzellen. Auch weitere Schädigungen können durch die Immunaktivierung auftreten.

Abgesehen von der für alle HIV-Patienten charakteristischen Helferzellen-Reduktion seien die sonstigen Laborparameter durchaus sehr unterschiedlich ausgeprägt. HIV könne offenbar äußerst vielfältige Dysregulationen und Defizite verursachen. Der Autor schließt daraus, dass für den Krankheitsverlauf nicht nur die Viruslast entscheidend ist, sondern dass wesentlich komplexere Zusammenhänge bestehen.

Daher sei es falsch, die antiretrovirale Therapie (ART) als alleinige Maßnahme bei HIV-Patienten zu sehen. Vielmehr sollte man einen Behandlungsschwerpunkt auch auf die Stabilisierung der Gesundheit und des Immunsystems legen. Eine HIV-Infektion erhöhe beispielsweise nicht nur den Bedarf an Aminosäuren, Mikro- und Makronährstoffen, sondern es sei sehr häufig auch ein Glutathion-Defizit feststellbar. Solche individuellen Mangelzustände müssten ausgeglichen werden, um die Therapie erfolgreich zu gestalten und eine Regeneration der Helferzellen zu ermöglichen.

Als zentralen Bestandteil einer komplementären HIV-Therapie sieht der Autor S-Acetylglutathion an, da es vom Organismus besonders gut aufgenommen werden kann: „Einen besonderen Stellenwert (...) hat Glutathion, das als stärkstes körpereigenes Antioxidans gilt. Es ist von zentraler Bedeutung für die Entgiftung wie auch für die Proliferation von Helferzellen. Ein Abfall von Glutathion hat in der Regel auch einen Abfall der Helferzellen zur Folge und umgekehrt. (...) Ein Glutathion-Defizit kann meistens zuverlässig und kurzfristig durch die hohe Bioverfügbarkeit mit S-Acetyl-Glutathion behoben werden.“


Autoren:

  • HP Wilfried P. Bales



Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in den Ausgaben 11/2011 und 02/2012
des Fachmagazins CO’MED.
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